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Gesetze kann man ändern!

In der täglichen Versorgungspraxis stellen sich für Ärzte, Pflegende und Betroffene regelmäßig sehr relevante Fragen, die jedoch nicht immer die angemessene Beachtung finden. "Wo kein Kläger, da kein Richter", so denkt man vielleicht. Aber es gilt leider auch: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!"

Die Deutsche PalliativStiftung will auf dieser Seite auf Schwierigkeiten hinweisen – es aber auch nicht übertreiben. Einige Fakten müssen wir in der Versorgung vielleicht hinnehmen, anderes kann geändert werden. Die eingefügten Informationen sind sicher nicht alle unbedingt leicht verdaulich, deshalb "Wohl bekomm´s!"

 


Formblatt zur Dokumentation
der Betäubungsmittel-Überlassung

Seit dem 26. Oktober 2012 dürfen im Notfall zur Überbrückung für einen Dreitagesbedarf Palliativpatienten durch Ärzte Betäubungsmittel überlassen werden. Hierbei sind zwingend einige Dokumentationen zu beachten

Wir haben für die notwendige Dokumentation ein Startet das Herunterladen der DateiFormblatt entworfen, dass Sie hier herunter laden können. Es wurde mit der Bundesopiumstelle abgestimmt. Wir werden das Formblatt in der nächsten Zeit sicher noch ergänzen, bzw. anpassen, je nachdem wie es die Erfordernisse der täglichen Arbeit zeigen.

 


Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der DPS, freut sich gemeinsam mit seinen Kollegen darüber, dass durch die Änderung des BtMG künftig sinnloses Leid bei der ambulanten Palliativversorgung verhindert wird.

GROSSER ERFOLG FÜR DIE DEUTSCHE PALLIATIVSTIFTUNG:
Bundesrat stimmt Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zu

Ärzte dürfen bei der ambulanten Versorgung Schwerstkranker nun im Notfall starke Schmerzmittel überlassen!

Fulda/Augsburg, 21.September 2012. Gut eineinhalb Jahre nachdem die Deutsche PalliativStiftung (DPS) eine Petition zur Änderung der Rechtslage bei der Betäubungsmittelabgabe an den Deutschen Bundestag gerichtet hat, ist eine kleine Sensation endgültig geschafft: Nach Kabinett und Bundestag hat heute auch der Bundesrat grünes Licht für die geforderte Gesetzesänderung gegeben. Gute Schmerztherapie mit Opioiden zur Überbrückung nachts, am Wochenende oder an Feiertagen ist künftig nicht mehr strafbar. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, betont: „Palliativ tätige Ärzte haben nun eine größere Rechtssicherheit für ihre Arbeit.“

Bislang durften nur Apotheker Schmerzmittel abgeben. Ärzte machten sich strafbar, wenn sie einem Schwerkranken oder Sterbenden schwerste Schmerzen lindern wollten und ihm zur Überbrückung eine Notration Betäubungsmittel (z.B. starke Schmerzmittel aus der Familie der Opioide) zu Hause ließen: „Das kann an Wochenenden oder an Feiertagen im schlimmsten Fall einige Tage dauern, bis die nächste Apotheke wieder geöffnet hatte oder dieses Medikament liefern konnte. Bisher wurde ein Arzt nach geltendem Recht dabei einem Drogendealer gleichgesetzt. Bei einem Schwerkranken handelt es sich jedoch um einen rechtfertigenden Ausnahmefall. Deshalb wollten wir diese absurde Rechtslage ändern“, so Sitte.  Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterLesen Sie weiter ...

Die Deutsche PalliativStiftung bedankt sich herzlich bei den über 5.000 Onlinezeichnern und weiteren über 3.000 Unterzeichnern unserer Petition.

Insgesamt über 8.000 Menschen können kaum irren:

Wir brauchen eine bessere Versorgung unserer Palliativpatienten zur "Unzeit". Ohne dafür strafrechtlich verfolgt zu werden wollen wir unseren Patienten starke Schmerzmittel überlassen dürfen, bis sie diese Medikamente aus einer Apotheke beziehen können.

 

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