Martas Blog (3): Leben und Tod

Hey ihr Lieben,

mittlerweile sind wieder knapp drei Wochen in der Stiftung vergangen, und meine Erfahrungen sind weiterhin so positiv wie am Anfang.

 

Hier erlebt man jeden Tag etwas Neues und lernt genauso jeden Tag etwas Neues dazu. So wie ich es empfinde, gehöre ich schon richtig zum Team dazu und darf viele spannende Aufgaben übernehmen. 

Ich tue mich noch ein bisschen schwer damit, dass der Tod hier sozusagen unser „Arbeitskollege“ ist.  Aber auch das ist in Ordnung so und gehört nun mal zu dem Alltag der Stiftung dazu.

Die Leichtigkeit, mit der die Kolleginnen und Kollegen hier an jedem Tag mit dem Thema umgehen, beeindruckt mich.

Die Arbeit mit den Teamkolleginnen und Teamkollegen ist easy; da machen sogar die alltäglichen Dinge wie zum Beispiel das Verpacken von Büchern Spaß. Alle verstehen sich super, und so ist hier auch die Stimmung. Zu tun gibt’s hier auch viel, weshalb es ab und an auch mal chaotisch werden kann ☺ Aber das haben wir meistens gut unter Kontrolle.

Die Deutsche PalliativStiftung hatte auf der Messe "LEBEN UND TOD" in Bremen einen Stand. Unsere Geschäftsführerin hat mir freigestellt, auch an einem Tag mit dabei zu sein. Sie meinte, hier könnte ich mich auf verschiedenste Weise mit dem Thema der Endlichkeit vertraut machen.

Ich habe mal gegoogelt und war mir nicht sicher, ob ich das möchte. Ehrlich gesagt, hatte ich ein bisschen Angst davor, was mich erwartet. Das war kein gutes Gefühl. Auf der einen Seite wollte ich gerne die Erfahrung machen und diese tolle Chance nutzen, auf der anderen Seite war mir nicht wohl bei dem Gedanken, mitzufahren.

Ich habe mich dann dagegen entschieden – und das wurde von allen voll akzeptiert. Ich habe mit meiner Praxisanleiterin darüber gesprochen, und sie hat mich darin bestärkt, auf mein Gefühl zu hören und mir Zeit zu lassen, mich den Themen Sterben, Tod und Trauer anzunähern.

Es war ein gutes Gefühl, sich nicht rechtfertigen zu müssen!

Ich habe verstanden, dass jeder für sich selbst sorgen muss und sein eigenes Tempo bestimmt, in dem er sich den oben genannten Themen stellt.

Nun sind es noch fast acht Wochen, und ich bin gespannt, was hier noch so alles passiert. ;)

Bis Bald 

Eure Marta ☺