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Glossar

Glossar

24-Stunden-Rufbereitschaft
Rund um die Uhr erreichbare Notfallversorgung.
AAPV
Allgemeine ambulante Palliativversorgung durch Hausärzte und Pflegedienste.
Advance Care Planning
Vorausschauende Behandlungsplanung.
AHPV
Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V. (AHPV)
Aktive Sterbehilfe
Gezielte Tötung auf Verlangen.
Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV)
Palliativversorgung durch Hausärzte und Pflegedienste mit Basisqualifikation.
Ambulante Palliativversorgung
Palliative Versorgung im häuslichen Umfeld.
Ambulanter Hospizdienst
Ehrenamtliche Begleitung zu Hause.
Analgosedierung
Schmerzdämpfung
Angehörige
Nahestehende Familienmitglieder der Betroffenen.
Angehörigenentlastung
Unterstützung und Entlastung pflegender Angehöriger.
Angst
Belastendes Gefühl von Bedrohung und Unsicherheit.
Aromapflege
Einsatz ätherischer Öle zur Pflege.
Assistierter Suizid
Selbst eingenommenes tödliches Medikament, das eine andere Person bereitgestellt hat.
Aszitespunktion
Ablassen von Bauchwasser mit einer feinen Nadel zur Entlastung.
Atemnot
Subjektives Gefühl erschwerter Atmung.
Augsburger Hospiz- und Palliativstiftung
Stiftung zur Förderung von Hospizarbeit und Palliativversorgung in der Region Augsburg.
Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V. (AHPV)
Augsburger Verein für Hospizarbeit, Bildung und Vorsorge.
Augsburger Palliativversorgung gGmbH
Tochtergesellschaft des AHPV, die die SAPV in und um Augsburg erbringt.
Autonomie
Recht, selbst über Leben und Behandlung zu entscheiden.
Basale Stimulation
Förderung der Wahrnehmung durch Sinnesreize.
Behandlung im Voraus planen
Deutschsprachiges Konzept des Advance Care Planning.
Behandlungsabbruch
Beendigung einer laufenden Behandlung.
Betreuer
Gerichtlich bestellte Person, die festgelegte Angelegenheiten für einen Menschen regelt.
Betreuungsverfügung
Schriftlicher Wunsch, wer im Fall einer Betreuung bestellt werden soll.
Bevollmächtigter
Person, die durch eine Vollmacht im Namen eines anderen entscheiden darf.
Bildungsangebote / Fort- und Weiterbildung
Kurse und Seminare zu Themen der Hospiz- und Palliativversorgung.
Bußgeldzuweisung
Zuweisung von Geldauflagen an gemeinnützige Organisationen.
BVG
BVG
Bundesversorgungsgesetz: frühere Regelung zur Versorgung von Kriegsopfern.
Caring Community
Sorgende Gemeinschaft vor Ort.
Case Management
Koordination der individuellen Versorgung.
Cicely Saunders
Begründerin der modernen Hospizbewegung.
Compassionate Communities
Mitfühlende, sorgende Gemeinschaften.
Delir
Akuter Verwirrtheitszustand.
Demenz und Palliativversorgung
Palliative Begleitung von Menschen mit Demenz.
Dyspnoe
Medizinischer Fachbegriff für Atemnot.
Ehrenamt
Freiwilliges Engagement in der Hospizarbeit.
Einwilligungsfähigkeit
Fähigkeit, medizinische Entscheidungen zu treffen.
Entlassmanagement
Organisierter Übergang aus dem Krankenhaus.
Entscheidungsfindung
Gemeinsames Treffen von Behandlungsentscheidungen.
Erbrechen
Entleerung des Mageninhalts.
Ernährung am Lebensende
Angepasster Umgang mit Essen in der Sterbephase.
Ethikberatung
Unterstützung bei schwierigen ethischen Entscheidungen.
Ethisches Assessment
Strukturierte ethische Abwägung einer Behandlungssituation.
Fatigue
Anhaltende krankheitsbedingte Erschöpfung.
Finalphase
Die letzten Stunden bis Tage des Lebens.
Finanzierung der SAPV (gesetzlich versichert)
Kostenübernahme der SAPV durch die gesetzliche Krankenkasse.
Finanzierung der SAPV (privat versichert)
Kostenübernahme der SAPV durch die private Krankenversicherung nach Antrag.
Flüssigkeitsgabe
Angepasste Zufuhr von Flüssigkeit.
Förderstiftung
Stiftung zur Unterstützung bestimmter Zwecke.
Für | Sich | Vor : Sorgen
AHPV-Programm zur Klärung eigener Behandlungswünsche für die letzte Lebensphase.
FÜR | SICH | VOR : SORGEN
Initiative zur vorausschauenden Selbstsorge.
Ganzheitliche Versorgung
Berücksichtigung körperlicher, seelischer, sozialer und spiritueller Bedürfnisse.
Gemeinnützigkeit
Steuerlich anerkannte Ausrichtung am Gemeinwohl.
gesetzlicher Betreuer
Vom Gericht bestellte Person, die für einen Menschen entscheidet, der das nicht mehr selbst kann.
Gesundheitliche Versorgungsplanung
Beratungsangebot in Pflegeeinrichtungen zur Planung der letzten Lebensphase.
Gesundheitliche Versorgungsplanung
Beratungsangebot für die letzte Lebensphase.
Handlungsfelder des AHPV
Zentrale Aufgabenbereiche des AHPV.
Hausarzt
Zentrale ärztliche Ansprechperson in der Versorgung.
Hausbesuch
Aufsuchende Versorgung im häuslichen Umfeld.
Hilfsmittel
Nützliche Unterstützung durch unterschiedlichste Produkte
Hoffnung
Zuversicht trotz schwerer Erkrankung.
Hospiz
Einrichtung zur Betreuung schwer kranker, sterbender Menschen und deren Angehöriger
Hospiz- und Palliativgesetz
Gesetz von 2015 zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung.
Hospiz- und Palliativnetzwerk Augsburg
Regionales Netzwerk der Versorgungsakteure.
Hospizarbeit
Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen.
Hospizverein
Verein, der ehrenamtliche Sterbebegleiter ausbildet und vermittelt.
Indirekte Sterbehilfe
Inkaufnahme einer Lebensverkürzung bei Symptomlinderung.
interdisziplinär
Zusammenarbeit mehrerer Fachrichtungen.
Interprofessionelles Team
Eng abgestimmte berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit.
intravenös
Gabe von Medikamenten oder Flüssigkeit direkt in eine Vene.
Kachexie
Krankheitsbedingter starker Gewichts- und Kräfteverlust.
Kinderpalliativversorgung
Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche.
Kommunikation
Verständigung in der Begleitung schwerkranker Menschen.
Kooperationen
Zusammenarbeit mit Partnern in der Versorgung.
Koordination
Abstimmung der Versorgungsleistungen.
Krankheit ohne Heilung
Nicht heilbare, fortschreitende Erkrankung.
Krisenintervention
Schnelle Hilfe in einer akuten körperlichen oder seelischen Ausnahmesituation.
Krisenplanung
Vorausschauende Planung für Notfallsituationen.
Krisenversorgung
Schnelle Hilfe bei akuten Verschlechterungen.
Kurative Therapie
Auf Heilung ausgerichtete Behandlung.
Lebensbejahend
Haltung, das Leben auch bei begrenzter Lebenszeit zu bejahen.
Lebensende
Letzte Lebensphase eines schwerkranken Menschen.
Lebensqualität
Persönliches Wohlbefinden trotz Krankheit.
Leid
Belastendes körperliches oder seelisches Erleben.
Letzte Hilfe
Basiswissen zur Begleitung Sterbender für alle.
Letzte-Hilfe-Kurs
Kurzer Kurs mit Basiswissen zur Begleitung Sterbender.
Menschenwürde
Unantastbarer Wert jedes Menschen.
Mission Statement / Leitbild
Schriftliches Selbstverständnis und Auftrag einer Organisation.
Morphin
Wichtiges Opioid zur Schmerz- und Atemnotlinderung.
Multiprofessionelles Team
Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen.
Mundpflege
Pflege von Mund und Lippen.
Mundtrockenheit
Trockenheitsgefühl im Mund.
Mutmaßlicher Wille
Aus früheren Äußerungen und Werten abgeleiteter Patientenwille.
Nachlass
Vermögen eines Menschen nach seinem Tod.
Notfallbogen
Dokument mit Handlungsanweisungen für den Notfall.
Obstipation
Verstopfung mit erschwertem Stuhlgang.
Opioide
Stark wirksame Schmerzmittel.
Palliative Care
Ganzheitliche Versorgung zur Linderung von Leiden bei lebensbedrohlicher Erkrankung.
Palliative Sedierung
Bewusstseinsdämpfung bei unerträglichem Leid.
Palliative Therapie
Auf Linderung ausgerichtete Behandlung.
Palliativkompass
Wegweiser durch die regionale Versorgung.
Palliativmedizin
Medizinische Behandlung, die Beschwerden lindert statt zu heilen.
Palliativpflege
Spezialisierte pflegerische Versorgung.
Palliativpsychologie
Psychologische Begleitung von Menschen mit begrenzter Lebenszeit und ihren Angehörigen.
Palliativstation
Spezialstation im Krankenhaus für Palliativpatienten.
Palliativteam / Palliative Care Team (PCT)
Team aus mehreren Berufsgruppen für die Palliativversorgung.
Palliativversorgung
Versorgung schwerkranker Menschen zur Linderung von Leiden und Erhalt der Lebensqualität.
parenteral
Gabe von Medikamenten oder Flüssigkeit unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts, z. B. als Spritze.
Passive Sterbehilfe
Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen.
Patientenverfügung
Schriftliche Festlegung, welche Behandlung man später wünscht oder ablehnt.
Patientenwille
Der maßgebliche Wille des Patienten.
Pflegeberatung
Beratung zu Pflege und Unterstützungsleistungen.
Pflegefachkraft
Qualifizierte Fachkraft für die pflegerische Versorgung.
Pflegegrad
Einstufung des Pflegebedarfs.
Pflegeheim
Einrichtung zur dauerhaften pflegerischen Versorgung.
Pleurapunktion
Ablassen von Flüssigkeit aus dem Rippenfellraum, um Atemnot zu lindern.
Portsystem
Dauerhafter Zugang zum Venensystem.
Psychosoziale Begleitung
Unterstützung bei seelischen und sozialen Belastungen.
Qualitätsmanagement
Sicherung und Verbesserung der Versorgungsqualität.
Qualitätszirkel
Regelmäßige Treffen von Fachleuten zur Verbesserung der eigenen Arbeit.
Qualitätszirkel AAPV / SAPV
Regelmäßiger fachlicher Austausch der an der Palliativversorgung Beteiligten.
Regionale Hospiz- und Palliativversorgung
Wohnortnahe Versorgung in der Region.
Regionales Hospiz- und Palliativnetzwerk
Regionaler Zusammenschluss zur besseren Abstimmung der Hospiz- und Palliativangebote.
SAPV
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung
Schmerz
Belastendes körperliches oder seelisches Empfinden.
Schmerzpumpe
Gerät zur kontinuierlichen Schmerzmittelgabe.
Schmerztherapie
Gezielte Behandlung von Schmerzen.
Sedierung
Medikamentöse Beruhigung des Patienten.
Seelsorge
Spirituelle und religiöse Begleitung.
Selbstbestimmung
Recht auf eigene medizinische Entscheidungen.
Selbstverpflichtung zur Transparenz
Zusage, offen über die Verwendung von Spenden zu informieren.
Sozialdienst
Beratung und Hilfe bei sozialen Fragen.
Spenden
Freiwillige Geldzuwendung zur Unterstützung der Arbeit.
Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Spezialisierte Palliativversorgung zu Hause bei besonders belastenden Beschwerden.
Spiritual Care
Berücksichtigung spiritueller Bedürfnisse.
Stationäre Palliativversorgung
Palliative Versorgung in einer Klinik.
Stationäres Hospiz
Wohnliche Einrichtung für die letzte Lebensphase.
Sterbebegleitung
Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase.
Sterbewunsch / Todeswunsch
Äußerung eines Menschen, nicht mehr leben zu wollen.
Stiften
Dauerhafte Förderung durch Stiftungsvermögen.
Stiften / Zustiftung
Dauerhafte Förderung durch Einbringen von Vermögen in eine Stiftung.
subkutan
Gabe von Medikamenten oder Flüssigkeit unter die Haut.
Symptomkontrolle
Linderung belastender Beschwerden.
Symptomlast
Ausmaß der belastenden Beschwerden eines Patienten.
Symptomlinderung
Verringerung belastender Beschwerden.
Tageshospiz
Teilstationäres Angebot für den Tag.
Terminalphase
Wochen bis Monate vor dem Tod mit zunehmend eingeschränkter Aktivität.
Testamentsspende
Zuwendung an eine Organisation im Testament.
Therapiebegrenzung
Bewusster Verzicht auf bestimmte Maßnahmen.
Therapieziel
Therapieziel
Therapiezieländerung
Wechsel vom heilenden zum lindernden Behandlungsziel.
Total Pain
Ganzheitliches Verständnis von Leid.
Trauer
Reaktion auf Verlust und Abschied.
Trauerbegleitung
Unterstützung von Angehörigen nach dem Tod eines Menschen.
Übelkeit
Unangenehmes Gefühl mit Brechreiz.
Überleitung
Koordinierter Übergang zwischen Versorgungsorten.
Umgang mit Sterbewünschen
Offen über Sterbewünsche sprechen und gemeinsam nach Linderung suchen.
Vererben
Zuwendung an gemeinnützige Zwecke im Testament.
Vererben / Vermächtnis
Zuwendung eines Teils des Nachlasses per Testament.
Vernetzung mit ambulanten Hospizdiensten und stationärem Hospiz
Zusammenarbeit von Palliativteam, Hospizdiensten und Hospiz für eine lückenlose Begleitung.
Vernetzung mit Hausärzt:innen und Pflegediensten
Abgestimmte Zusammenarbeit von Palliativteam, Hausärzten und Pflegediensten.
Versorgungsnetzwerk
Zusammenarbeit aller Versorgungsbeteiligten.
Vorsorgevollmacht
Dokument, mit dem man eine Vertrauensperson zu Entscheidungen bevollmächtigt.
Werkstattreihe Für sich vorsorgen
Veranstaltungsreihe des AHPV zur persönlichen Vorsorge.
WHO-Definition der Palliativversorgung
Internationale Begriffsbestimmung der WHO.
Wünsche am Lebensende
Individuelle Bedürfnisse in der letzten Lebensphase.
Würde
Unantastbarer Wert jedes Menschen, auch bei schwerer Krankheit.
Zugehörige
Alle dem Menschen nahestehenden Personen.
Zustiftung
Erhöhung des Stiftungsvermögens.
Zuwendung
Aufmerksame und respektvolle Begleitung von Patienten und Angehörigen.